Etiketten- und Verpackungsdesign
Etiketten- und Verpackungsdesign: Was der Käufer in wenigen Sekunden sieht
Der Käufer weiß nicht, wie viel Zeit der Hersteller für Rezeptur, Tests und Logistik aufgewendet hat. Im Geschäft sieht er die Form der Verpackung, die Farbe, den Namen und das Produktbild. Daher sollte die Entscheidung, ein Etiketten- und Verpackungsdesign zu bestellen, vor dem endgültigen Start getroffen werden – und nicht erst, wenn die Druckerei bereits auf das Layout wartet.
Ein schöner Bildschirm zeigt noch keine Regalansicht
In einer Präsentation können eine feine Schriftart und ein ruhiger beige Hintergrund edel wirken. Unter dem kalten Licht des Geschäfts verschwindet der Text, die Glanzfolie spiegelt, und das Preisschild verdeckt den Hauptvorteil. Bei Red&Ko werden solche Layouts im realen Maßstab, neben den Mitbewerbern und auf der tatsächlichen Verpackung geprüft.
Was vor dem Start vorbereitet werden muss
Ein starkes Briefing beginnt nicht mit dem Satz „machen Sie es modern“. Das Team benötigt Daten über die Zielgruppe, das Preissegment, die Vertriebskanäle, die Anzahl der SKUs, das Verpackungsmaterial und die technischen Anforderungen der Druckerei. Ohne dies verwandelt sich das Etikettendesign leicht in ein schönes Bild, das sich nur schwer an die Produktion anpassen lässt.
Auch das Sortiment diktiert die Regeln
Für ein einzelnes Produkt kann ein individuelles, auffälliges Erscheinungsbild geschaffen werden. Für eine Produktlinie mit acht Geschmacksrichtungen braucht man ein System, bei dem der Käufer die Marke erkennt und gleichzeitig die einzelnen Artikel nicht verwechselt. Wenn das Unternehmen eine Erweiterung plant, ist es besser, das Etiketten- und Verpackungsdesign zusammen mit den Prinzipien der Farbkodierung, Typografie und Informationsplatzierung zu bestellen.
Wovon das Budget abhängt
Die Kosten hängen nicht von der Anzahl der Farben im Layout ab. Das Budget wird durch die Anzahl der Artikel, den Bedarf an Fotoshootings, die Druckvorstufe, die Anpassungen für Marktplätze und die Komplexität der Verpackung beeinflusst. Wenn diese Daten vor dem Start bekannt sind, lassen sich Überarbeitungen nach der Freigabe des Konzepts und unvorhergesehene Kosten leichter vermeiden.
Wann ein Redesign nicht mehr aufgeschoben werden sollte
Die Signale sind einfach: Eine neue Geschmacksrichtung geht unter, Verkäufer verwechseln die Waren, die Werbung sieht moderner aus als die Verpackung, und das Produkt wird nach dem Verkosten gut bewertet, aber selten zum ersten Mal gekauft. Hier hilft das Ändern einer einzelnen Schriftart nicht weiter. Man muss die Markenpositionierung, die visuelle Identität und die gesamte Frontstruktur überprüfen.
Die Entscheidung, ein Etiketten- und Verpackungsdesign zu bestellen, sollte dem Unternehmen nicht nur ein angenehmes Layout liefern. Sie muss das Produkt auf das Regal, den E-Commerce, die Werbekampagne und nachfolgende Produkteinführungen vorbereiten. Eine starke Verpackung muss sich nicht lange erklären – sie ist leicht zu erkennen, zu lesen und zu greifen.